Wendekamm, Marko

Marko Wendekamm, geboren in den späten sechzigern in Cottbus -DDR war nicht unbedingt wie jedes andere Kind im real existierenden Sozialismus. Die tiefe Bindung zu seinen Eltern, besonders jedoch zu seinem Vater ermöglichten ihm ein Ewachsen werden, das eher freiheitlich und liberal geprägt war als engstirnig oder gleichgeschaltet. Er besuchte den Kindergarten, die Oberschule, war Pionier und FDJ’ler. Er endeckte schon früh seine Leidenschaft für alles Motorisierte und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Jugendlichen mit rebellischen Zügen und allen Schwierigkeiten die damit einher gingen. Als zweites Kind eines KFZ Meisters und einer Angestellten im öffentlichen Dienst, erlebte er gemeinsam mit seinem älteren Bruder schon recht früh und mit voller Wucht , was es hieß, von der Stasi als Systemefeind angesehen zu werden und er genoss die tiefe Verbundenheit und aufrichtige Liebe seiner Familie, die von Hamburg bis Cottbus reichte.

Er beendete die polytechnisch bildende Oberschule in seinem Stadtviertel Sandow mit Abschluss und erreichte seinen Wunschberuf als “Mopedschrauber” erst nach einigen Wirren mit vielen Tiefs und wenigen Hochs. Das besondere Privileg einer konstanten Versorgung mit allerlei Nützlichem und Schönem aus der “freien Welt” war ihm immer bewusst. Die große Zuneigung zu Tante und Onkel in Hamburg galt für alle Familienmitglieder und mündete als Zündstoff, gepaart mit Jahren der Enge und Intoleranz in der DDR, in einer bewegenden Geschichte. Der umfangreiche Gebrauch seiner Muttersprache war den Eltern von Marko sehr wichtig und wurde für ihn selbst unverzichtbarer Bestandteil seines Lebens, bis in die Gegenwart. Seit über zehn Jahren und bis heute unverändert, arbeitet Marko Wendekamm als selbsständiger Zweiradmechaniker im eigenen Geschäft. Die emotionale Tiefe und Verbundenheit seiner Familie, das Gefühl eines rasanten Lebens, übervoll an Eindrücken, Erlebnissen und Geschichten, vor allem aber die außergewöhnliche Freundschaft zu Peter waren Grund und Idee zu seinem Buch. In vollkommener Offenheit gewährt er Einblicke in seine Sicht der Dinge und beschreibt in unterhaltsamer Weise achtundzwanzig Jahre voller Spannung und Abenteuern, ohne dabei den Humor zu vergessen. Momente der Stille und Besinnung, vielleicht auch gute Gedanken zum eigenen Status Quo als Freund oder Freundin von jemandem, sind durchaus gewollt.

Sein erstes Buch Mach’s gut, mein Großer erschien im Verlag Kern.

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