Das Unentbärliche Lexikon

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Der Autor interpretiert die nicht allzu ernst gemeinten einfallsreichen Bezeichnungen des Bären von A-Z als Wortspiele, die in ihren Erklärungen sehr tief, zuweilen an die Grenzen des “Erlaubten” gehen.

Beinhaltet 63 Farbbilder.

Verlag: Verlag Kern GmbH
Autor: Bozo Nebesch

ISBN: 9783939478263 Kategorie: Schlüsselworte: , , , ,

Beschreibung

Der Autor Bozo Nebesch ist ein Künstler von ambitionierter Unernsthaftigkeit. Er lebt und arbeitet in der Umgebung der Wagnerstadt Bayreuth und hat mittlerweile mit den arktischen Temperaturen Oberfrankens umzugehen gelernt (siehe Bild). Bekannt geworden ist Bozo Nebesch vor allem als Karikaturist, der sich in seinen Arbeiten sehr kritisch mit der Neonazi-Szene auseinandersetzt und diese durch gekonnte Zeichnungen der Lächerlichkeit preis gibt.

Der allseits beliebte Bär wird als kuscheliger Teddybär oder publikumswirksamer Eisbär geliebt und bewundert. Nicht so bei Bozo Nebesch. Er hat die von Natur aus oftmals unberechenbaren Eigenschaften des Raubtieres in eine völlig andere, spritzige oder auch bisweilen giftige Dimension gebracht. Der Autor interpretiert die nicht allzu ernst gemeinten einfallsreichen Bezeichnungen des Bären von A-Z als Wortspiele, die in ihren Erklärungen sehr tief, zuweilen an die Grenzen des „Erlaubten” gehen. Nicht aber, ohne dem Leser ein zustimmendes Kopfnicken oder auch ein Schmunzeln zu entlocken…

Das Unentbärliche Lexikon bietet in jedem Fall eine wunderbare Unterhaltung.

Leseprobe aus „Das Unentbärliche Lexikon“

A

Allesklebär
Im Gegensatz zu vielen seiner Artgenossen ist der Allesklebär ein zutrauliches und dem Menschen sehr anhängliches Tier.
Ist man ihm – oft unfreiwillig – erst einmal auf den Leim gegangen, wird man ihn so schnell nicht wieder los. Sucht man den Kontakt hingegen gezielt, so zeigt sich der A. häufig abweisend oder gar abstoßend. Für den Menschen ist der A. häufig ein Gefährte im Unglück und tröstet über zerbrochenes Hab und Gut. Kennzeichnend für den A. ist ein genetischen Defekt: Er leidet generell unter Inkontinenz und hinterlässt dabei unansehnliche Flecken, die nur schwer zu beseitigen sind.
Die Lebenserwartung des A. ist gering. Häufigste Todesursache ist innerliche Austrocknung.

B

Bär Lusconi
Italienischer Problembär. Unter dem Einfluss von elektromagnetischen Wellen rafft er wahllos Beute zusammen. Dazu bedient er sich im Tierreich Resteuropas nicht üblicher Methoden. Der B. L. ist ein Phänomen in der Tierwelt. Die Naturgesetze scheinen für ihn aufgehoben. Mit Leichtigkeit setzt er sich darüber hinweg. Auffällig sind seine geringe Kopfbehaarung und die geschlitzten Ohren. Der B. L. hat ein großes Maul, aus dem fortwährend laute Töne und bunte Seifenblasen sprudeln. Diese Ergüsse vermag er selten zu beherrschen.
Die zoologische Forschung hat noch nicht den Nachweis erbringen können, dass zwischen Gehirn und Maul überhaupt eine Verbindung besteht. Er zeigt sich äußerst gerissen. Den vielen natürlichen Gegnern entkommt er mit List und Tücke. Besonders stark scheint er sich zu fühlen, wenn er, umgeben von Bergen aus übelriechendem Müll, eine ergebnisoffene Geschäftigkeit entwickelt, die er mit lautstarkem Gebrüll begleitet. Der B. L. hat ein ausgiebiges, aber unstetes Paarungsverhalten. Mit Vorliebe und pausenlos begattet er Jungtiere aus seinem Rudel. Von rangniedrigen Tieren seines Rudels lässt er sich alles zutreiben, was nicht schnell genug auf die Bäume geflüchtet ist. Seine Anhängerschaft scheint er mit seinen Darmwinden einzunebeln, was auch zur Namensgebung seines mächtigen Rudels beigetragen hat.

Zusätzliche Information

Autor

Auflage

1.

Erschienen

Februar 2011

Seiten

112

Einbandart

gebunden, Softcover