Gott im Fokus der Menschheit

24,90  inkl. MwSt

Bekenntnisse und Fußnoten, die den Glauben erschüttern

Sachbuch

Verlag: Verlag Kern GmbH
Autor: Hans-Jürgen Ferdinand

Beschreibung

„Die Frage nach Gott und einem etwaigen Weiterleben über den Tod hinaus stellt sich jedem Menschen. Niemand kann ernsthaft der Frage nach Gott aus dem Wege gehen und die Frage nach dem eigenen Tod und nach dem Sinn des eigenen Lebens auf sich beruhen lassen.“

Schon im Vorwort dieses großartigen Werkes lässt der Autor Hans-Jürgen Ferdinand seine klare Meinung über Gott und die Welt deutlich erkennen. Hier bekennt er sich mit der ganzen Kraft seines Herzen zum Atheismus. Viele seiner Leser werden nach der Lektüre dieses Buches die Frage nach Gott neu überdenken müssen. Sie werden sich auch die Frage stellen, ob sich so viele Menschen irren können?

Und ihre Sorge wird sein: Wenn in den Augen der Kirche alle die in diesem Buch genannten Persönlichkeiten und ihre Bekenntnisse als „Gotteslästerer und Ungläubige“ gesehen werden, so ist es doch wohl im 21. Jahrhundert nicht zu erwarten, dass sich all diese Menschen einer Inquisition unterziehen müssen, oder doch?

 

Zwei Jahre lang hat der Autor Hans-Jürgen Ferdinand Zitate zum Thema Gott und Kirche aus hunderten von Büchern und Zeitschriften gesammelt, sorgfältig dokumentiert, und schließlich in diesem einzigartigen Werk zusammen gefasst. Der Leser möge selbst entscheiden, was diese Aussagen zahlreicher Zeitgenossen für eine Bedeutung haben und ob sie das Denken und Handeln im Hinblick auf den Glauben beeinflussen können.

 

Hans-Jürgen Ferdinand wurde 1943 in Dernbach (Westerwald) geboren. Er besuchte die Realschule in Höhr-Grenzhausen und machte im Anschluss eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Als Vertrags- und Berufsfußballer spielte Hans-Jürgen Ferdinand in den Jahren 1964 bis 1973 bei TuS Neuendorf (Koblenz), Alemannia Aachen und FC Chiasso (Tessin/Schweiz). Beendet hat er seine Profi-Karriere bei Alemannia Aachen. Hier feierte er auch seinen größten sportlichen Erfolg – den erstmaligen Bundesligaaufstieg der Aachener Alemannen im Jahr 1967 unter dem legendären Trainer Michel Pfeiffer. Den älteren Alemannenfans ist der Autor auch unter dem Namen »Yogi Bär« bekannt, der als Torjäger, Spaßvogel und Erfinder des »Hasentricks« in bester Erinnerung bleibt.

Hans-Jürgen Ferdinand ist Witwer, hat zwei Kinder und drei Enkelkinder. Er ist Immobilienmakler und Kaufmann und heute noch „ein wenig“ berufstätig. Seine Liebe galt aber immer der Geschichte und dem Schreiben. Bereits 2002 hat er sich mit dem Bildband »Die Karolinger« als Autor und Herausgeber einen Traum erfüllt. An dem historischen Roman Karl der Große: Visionär und Reformer hat Hans-Jürgen Ferdinand fünf Jahre gearbeitet. Dieser wird demnächst neu aufgelegt.

Die Frage nach Gott bewegte den Autor ein Leben lang und so war es ihm ein großes Bedürfnis, zu erfahren, was andere Mitmenschen darüber denken. Er las zahlreiche Bücher und Zeitschriften zum Thema, sammelte Zitate und Bekenntnisse, die berühmte Persönlichkeiten öffentlich äußerten. Er fing an, Menschen in seinem Umfeld,  Bekannte, Freunde und Priester zu befragen. Irgendwann waren es so viele Aussagen, dass es Zeit wurde, sie zusammenzufassen und anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. So entstand dieses 812-seitige Buch, das vielen gläubigen und ungläubigen Menschen von großem Nutzen sein wird.
Mehr über Hans-Jürgen Ferdinand erfahren Sie unter www.Autorenprofile.de

Leseprobe

Der Glaube im Fokus
Nach einer verbreiteten Vorstellung, die in unserer Gesellschaft nahezu unter
allen – auch den nicht religiösen – Menschen anerkannt wird, ist religiöser
Glaube gegenüber Beleidigungen besonders empfi ndlich, weshalb man
ihn mit einer besonders dicken Mauer des Respekts schützen sollte. Dieser
Respekt gehört demnach in eine ganz andere Liga als der Respekt, den jeder
Mensch jedem anderen entgegenbringen sollte. Kritik an den religiösen
Vorstellungen anderer Menschen vorzubringen gilt als respektlos. Warum?
Wenn jemand eine Partei wählt, mit der man nicht einverstanden ist, darf
man so viel darüber streiten, wie man will; jeder wird ein Argument für oder
wider haben, aber keiner ist darüber gekränkt. Wenn ich aber die leibliche
Auferstehung Jesus oder seine jungfräuliche Geburt als Unsinn abtue, gelte
ich einem gläubigen Katholiken gegenüber als respektlos.
Auch darf man in den Augen eines gläubigen Katholiken keine andere
Meinung darüber haben, wie das Universum entstanden ist und wer es
erschaffen hat, weil das heilig ist? Rational betrachtet hat er jedoch keinen
Anspruch auf meinen Respekt, denn es gibt keinen Grund warum diese
Dinge nicht genau so offen diskutiert werden sollten wie alle anderen. Wir
sind es gewohnt, religiöse Ideen nicht anzugreifen, dabei sind sie genau so
diskussionswürdig wie alles andere.
Achtung verehrter Leser: Die folgenden Bekenntnisse und Zitate könnten
Ihre Gefühle verletzen. Sollte dies so sein, liegt es meines Erachtens
weniger an den Bekenntnissen und Zitaten als an Ihrer mangelnden inneren
Sicherheit. Ein vernünftiger Glaube wird durch Zweifel nicht erschüttert,
sondern eher gefestigt.

Zitate zum Thema
„Man glaubt nicht, wie viel man glauben muss, um ungläubig zu sein.“
(Michael von Faulhaber, Theologe und Kardinal, 1869-1952)

„Nach theologischem Verständnis ist Glaube ein Geschehen, das dem
Menschen von außen Verlässlichkeit zuspielt, die er in sich selbst nicht
findet.“
(Oliver Ritter, dt. Theologe)

„Weil Gott weiß, was morgen ist, brauchen wir heute keine Angst zu haben.“
(Heinrich Giesen, dt. ev. Theologe, 1910-1972)

„Ich wäre schon dankbar, wenn ich auf Kirchenvertreter treffen würde, die
glaubwürdig verkörpern, dass sie glauben.“
(Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT)

„Heute im Horizont der wissenschaftlichen Kosmologie an den Schöpfer
der Welt glauben heißt, in aufgeklärtem Vertrauen bejahen, dass Welt und
Mensch nicht im letzten Woher unerklärlich bleiben, dass Welt und Mensch
nicht sinnlos aus dem Nichts ins Nichts geworfen sind, sondern dass sie als
Ganzes sinnvoll und wertvoll sind, nicht Chaos, sondern Kosmos, weil sie
in Gott ihren Urgrund, Urheber, Schöpfer, eine erste und letzte Geborgenheit
haben.“
(Hans Küng, kath. Theologe, geb. 1928)

„Glauben heißt meines Erachtens, mich zu etwas zu bekennen. Mich
zu meinem Schöpfer zu bekennen, der mich so wollte, wie ich bin. Das
heißt, mich zu meinen Talenten zu bekennen. Ein Adler ist frei, wenn er
fl iegen kann. Ein Mensch ist Mensch wenn er liebt und weiß, wem er
seine Liebe schenkt: seinem Schöpfer. Wir kennen ihn alle, den noch nicht
bekannten, ist er doch keinem von uns fern. Darüber hinaus hat er sich uns
durch Jesus geoffenbart, allerdings nicht durch den Jesus des Augustinus,
der Inquisition*, Pius’ X. oder das Zerrbild eines sonstigen Rechthabers,
sondern durch den historischen Jesus, der sich von keinem menschlichen
Denkschema vereinnahmen lässt (…)
Das große Ärgernis mit den Amtskirchen ist, dass sie uns vormachen
wollen, Glauben sei, die Wahrheiten von institutionalisierten, unfehlbaren
Besserwissern, die selbst keine Kritik ertragen, dialogunfähig sind, kritiklos
nachzuplappern.“
(Dr. med. Johannes Förg, Neuburg)

Atheismus im Fokus der Kirchen
Wer sich als Autor wie ich innerhalb eines Buches als Atheist* outet, läuft
Gefahr, dass ihn der Gläubige als eine amoralische, unmoralische und
unreine Person ansieht. Mancher Gläubige fühlt sich sogar schuldig, wenn er
neugierig ist und mehr aus dem Buch eines atheistischen Autors wissen will.
Allein das Wort Atheist reicht in der Regel aus, um den Zugang zu einem
atheistischen Autor und seinen Werken zu vereiteln. Im Vatikan funktioniert
das wie ein Räderwerk einer Kriegsmaschine, die gegen alles eingesetzt wird,
was nicht der reinen römisch-katholischen, apostolischen Lehre entspricht.
Atheist und Häretiker werden letzten Endes beide über einen Kamm
geschoren. Atheist ist weniger eine Bezeichnung für den Gottesleugner,
sondern ein Mittel, um den Gedanken an ein von den Autoritäten und von
der gesellschaftlichen Bevormundung des Denkens befreites Individuum
zu verfolgen und zu bestrafen. Der eigentliche Skandal ist, dass unsere
christlich geprägten Geisteseliten dieser neuen Form der Hexenverfolgung
teilnahmslos zuschauen.
Ich glaube nicht an die Gotteshypothese. Ich glaube nicht an eine
übermenschliche, übernatürliche Intelligenz, die das Universum und alles,
was darin ist, einschließlich unserer selbst, absichtlich gestaltet und erschaffen
hat. Ich vertrete vielmehr die Ansicht, dass jede kreative Intelligenz, die
ausreichend komplex ist, um irgendetwas zu gestalten, ausschließlich als
Endprodukt eines langen Prozesses der allmählichen Evolution entstanden
ist und auch weiterhin entsteht. Da kreative Intelligenz durch Evolution und
Mutation entstanden ist, tritt sie im Universum zwangsläufi g erst sehr spät in
Erscheinung. Sie kann das Universum deshalb nicht entworfen haben. Gott
im eben defi nierten Sinne ist eine gefährliche Illusion.
Zitate zum Thema
„Der Atheismus* in der Theologie leugnet Gott als personales Gegenüber.“
(Klaus Berger, dt. Theologe, geb. 1940, am 29.12. 2007 in der Tagespost)
Man kann auch ohne Gott ein guter Mensch sein. Würde ich mich nach Gott
richten, müsste ich ja auch die Gräueltaten akzeptieren, die seit tausenden
Jahren „im Namen Gottes“ begangen werden. Das kann ich beim besten
Willen nicht, also glaube ich auch nicht an die Existenz Gottes. Erst seit ich
für mich beschlossen habe, dass es Gott nicht gibt, bin ich von allen Zwängen
befreit und kann Gutes tun, wann immer ich will. Ich muss nicht sagen
„mit Gottes Hilfe“ oder „so Gott will“. Ich kann mich auch nicht erinnern,
dass ein Gott mir jemals in der Not geholfen hätte. Ein Gott hat auch nicht
verhindert, dass ein mir nahestehender, sehr junger Mensch sterben musste.
(Evelyne Kern, Journalistin und Schriftstellerin)

„Es ist höchste Zeit, sich wieder zum Atheismus zu bekennen.“
(Friedrich Dürrenmatt, schweiz. Dramatiker und Erzähler, 1921-1990)

„Ich nehme es niemandem übel, wenn er nach metaphysischen* Mitteln
greift, um zu überleben. Aber diejenigen, die den Handel mit diesen Mitteln
organisieren – und damit nebenbei auch noch Profi t machen -, stehen für
mich eindeutig im feindlichen Lager, sozusagen auf der anderen Seite der
existentiellen Barrikade, nämlich auf der Seite des asketischen Ideals. Das
Geschäft mit den himmlischen Paradiesen gibt demjenigen Sicherheit, der
es betreibt, denn er fi ndet für sich etwas, was seinen Bedarf an geistiger
Hilfe abdeckt. So wie der Psychoanalytiker häufi g andere behandelt, um sich
nicht allzu intensiv mit seinen eigenen Schwächen beschäftigen zu müssen,
zwingt der Kleriker der monotheistischen Götter anderen seine Welt auf, um
sich selber jeden Tag noch mehr in seinem Glauben zu bestärken.
Man verbirgt seine persönlichen spirituellen Leiden, indem man die des
anderen hervorkehrt, und lenkt von den eigenen Schwachpunkten ab,
wenn man mit viel Geschrei auf die der Welt aufmerksam macht. Es gibt
unzählige Ablenkungstaktiken zu entlarven. Wenn es nur den Gläubigen
selbst betrifft, mag es ja noch angehen. Wer sich jedoch als dessen Hirte
aufspielt, bringt das Fass zum Überlaufen. Soweit religiöse Dinge unter
Gleichgesinnten abgehandelt werden, geht es nur um Neurosen, Psychosen
und andere Privatangelegenheiten. Man mag alle möglichen Perversionen
haben, solange man damit nicht das Leben anderer in Gefahr bringt (…)
Mein Atheismus regt sich immer dann, wenn der private Glaube zu
einer öffentlichen Affäre wird und man im Namen einer persönlichen
Geisteskrankheit die Welt auch für andere zu organisieren beginnt. Denn
zwischen der persönlichen existentiellen Angst und der Steuerung von
Körper und Seele eines anderen liegt eine ganze Welt. In ihr agieren die
Profi teure dieses spirituellen und mentalen Elends, und zwar aus dem
Hinterhalt heraus. Den sie selbst quälenden Todestrieb auf die gesamte
Welt abzuwälzen ist für den Gepeinigten kein Ausweg und ändert nichts an
seinem Leid. Er zieht jedoch die gesamte Welt in Mitleidenschaft. Um das
Negative zu vermeiden, verbreitet er es in seiner Umgebung und erzeugt
damit eine geistige Epidemie.“
(Michel Onfray, franz. Philosoph und überzeugter Atheist, geb. 1959. Aus: Wir
brauchen keinen Gott – Warum man jetzt Atheist sein muss, 2005)

„Der Atheist sagt nicht: Es gibt keinen Gott, vielmehr sagt er: Ich weiß nicht,
was du mit Gott meinst; ich habe keine Vorstellung von Gott; das Wort Gott
ist für mich ein Klang, der keine klare oder deutliche Behauptung enthält.
(…) Den Gott der Bibel verneine ich; an den christlichen Gott glaube ich auch
nicht; aber ich bin nicht so voreilig zu behaupten, es gebe überhaupt keinen
Gott, solange du nicht bereit oder in der Lage bist, mir Gott zu defi nieren.“
(Charles Bradlaugh, brit. Politiker, Autor und Journalist, 1833-1891)

„Der Atheismus hat auch da seinen Platz gefunden, wo man ihn eigentlich
nicht vermutet: An den theologischen Fakultäten (…)“
(Klaus Berger, dt. Theologe, geb. 1940)

„Ein wenig Philosophie führt zum Atheismus*, aber tiefe Philosophie bringt
den Menschen wieder zur Religion.“
(Francis Bacon, engl. Philosoph und Staatsmann, 1561-1626)

„Die Atheisten, die Wotan und Zeus leugnen – wieso sind die anders zu
beurteilen als die Atheisten, die JAHWE leugnen?“
(Gregor Brand, dt. Lyriker und Aphoristiker*, geb. 1957)

„Als ich den Leuten in Nordirland erzählte, dass ich Atheist sei, stand eine
Frau im Publikum auf und fragte: Nun gut, aber ist es der katholische oder
der protestantische Gott, an den Sie nicht glauben?“
(Quentin Crisp, brit. Exzentriker und Autor, 1908-1999)

„Keine Philosophie, keine Religion hat jemals eine so frohe Botschaft in die
Welt gebracht wie die gute Nachricht des Atheismus.“
(Anni Wood Besant, engl. Philosophin, 1847-1933)

Zusätzliche Information

Autor

Auflage

1.

Erschienen

2010

Seiten

812

Einbandart

mit Klappe, Softcover