Höllenglut Barcelona

17,90  inkl. MwSt

Politthriller um Macht, Terror, einer Umweltkatastrophe und Liebe.

E-Book und Leseprobe bei reinlesen.de

Verlag: Verlag Kern GmbH
Autor: Frank, Wolf

ISBN: 9783939478249 Kategorie: Schlüsselworte: , , , , , , , ,

Beschreibung

Barcelona scheint im Chaos zu versinken. Das Trinkwasser ist knapp, die Menschen drohen zu verdursten. Vor dem Hintergrund politischer Machtspiele, einem schrecklichen Umweltverbrechen, Geldgier, Intrigen und Mord kämpft eine Versicherungsdetektivin um Wasser und Gerechtigkeit für die Bürger Barcelonas und schließlich auch um ihr eigenes Leben …

Diesen spannenden Politthriller, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt, mag man nicht mehr aus der Hand legen. Er ist packend und lässt den Leser in die Gedankenwelt der Hauptakteurin eintauchen. Ein schreckliches Ereignis folgt dem Nächsten, die Verwicklungen sind perfekt in Szene gesetzt und in jedem Satz lässt der Autor seine unglaubliche Fantasie, aber auch die perfekt durchgeführte Recherche erkennen …

Wolf Frank, Bundespolizist und Romanautor hat sein Talent und seine Liebe zum Schreiben erst 2009 entdeckt.  „Höllenglut Barcelona“ ist ein spannender Politthriller und Franks Debüt-Roman, dem sicher noch weitere folgen.

Wolf Franks Debüt-Roman wir auf der Frankfurter Buchmesse 2010 vorgestellt.

Mehr über Wolf Frank unter www.autorenprofile.de

 

Leseprobe aus „Höllenglut Barcelona“

Ein schwarzer Mercedes rollte vor das Hochhaus am Placa de
les Glóries, gerade als die künstliche Beleuchtung erlosch. Die
ersten warmen Sonnenstrahlen verwandelten das Gebäude in ein
sanftes, mehrfarbiges Lichtgebilde, das wie die überdimensionale
Wassersäule eines Springbrunnens aus dem künstlichen See in
die Höhe schoss. „Warten Sie hier“, rief Bürgermeister Sabatini
seinem Fahrer zu, als der vor dem Turm zum Stillstand kam.
Schwerfällig wuchtete Sabatini seinen kleinen schweren Körper
aus dem Wagen. Verfl ucht noch mal, dachte er, was will denn
dieser unfähige Angsthase von mir? Was kann schon so wichtig
sein, mich um diese Uhrzeit zu treffen? Verärgert stieg er in
einen der vier Fahrstühle, der ihn bis zum höchsten Punkt des
Hochhauses bringen sollte. Den Weg zum Büro von Giuseppe
kannte er genau. Mit kurzen Schritten trippelte er durch den mit
Kunstwerken verschiedener Meister und Epochen bestückten
Flur. Doch für die Gemälde hatte er keinen Sinn. Wichtige
Termine lagen vor ihm und er wusste nicht, was er hier sollte. Zu
allem Übel hatte der „Wassermörder“ eine eindeutige Botschaft
geschickt, was ihn in Bedrängnis brachte. Er hatte Wichtigeres
zu tun, als sich mit einem verängstigten Mann herumzuschlagen.

Es gab keinen Grund für ein Gespräch. Wahrscheinlich sitzt er
in seinen protzigen Sessel und heult mir gleich die Ohren voll,
überlegte sich Sabatini. Ohne anzuklopfen, stürmte er in das Büro
des Direktors. Den Anblick der sich im bot, hatte er nicht erwartet.
Giuseppe saß vollkommen entspannt hinter seinem Schreibtisch
und genoss einen Whiskey. „Guten Morgen, Bürgermeister“,
begrüßte er Sabatini. „Verdammt noch mal, was geht hier
vor?“, erwiderte Sabatini barsch. „Weshalb haben Sie mich
um diese Uhrzeit hierher bestellt?“ – „Nehmen Sie doch Platz,
Bürgermeister, dann können wir uns viel besser unterhalten.“ –
„Unterhalten? Worüber denn, was hätten wir zu besprechen?“ –
„Können Sie sich das nicht denken?“, antwortete Giuseppe und
deutete auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch. Unwillig steuerte
Sabatini darauf zu, „Also erzählen Sie mal“, sagte er und nahm
Platz. „Ich habe keine Zeit für Rätselraten. Was haben Sie denn
für ein Problem? Macht Ihnen die Botschaft dieses Verrückten
etwa Sorgen?“ – „Ganz und gar nicht, Bürgermeister“, antwortete
Giuseppe ruhig. „Sie sind es, der mir Sorgen macht.“ – „Von
was reden Sie da, Giuseppe? Sind Sie etwa übergeschnappt?“
Giuseppe verzog sein Gesicht zu einem milden Grinsen. „Meine
Sinne waren noch nie klarer und mein Verstand hat noch nie
besser gearbeitet.“ – „Na umso besser, dann werden Sie mal
deutlicher. Haben Sie für mich auch einen Drink? Ich denke,
ich könnte auch einen gebrauchen.“ – „Aber selbstverständlich,
hier bitte bedienen Sie sich.“ Mit diesen Worten schob er dem
Bürgermeister die Flasche und ein frisches Glas hin. „Er wird
Sie kriegen, dessen sind Sie sich doch bewusst?“ – „Wer wird
mich kriegen?“, fragte Sabatini überrascht und goss die braune
Flüssigkeit in das vor ihm stehende Glas. Sein Blick fi el auf das
Etikett der Flasche. „Mein Gott, das ist ja ein Glenlochy, Jahrgang
1952. Der kostet über 300 Euro.“ – „Der Old Malt Cask kostet
400 Euro, um genau zu sein“, verbesserte Alberti. „Sie wissen,
wie man genießt, Giuseppe“, erwiderte Sabatini und hob das
Glas zu Giuseppe. „Also, wo waren wir? Ah ja, ich weiß schon“,
fuhr Sabatini fort, nahm einen kräftigen Schluck, und sagte: „Ich
fragte, wer mich kriegen wird.“ Alberti beobachte kurz Sabatini,
wie er seinen Whiskey genoss. „Der ‚Wassermörder‘“, antworte
Alberti dann knapp. Sabatini lachte: „Also das ist es, Ihre Sorge
gilt mir. Was denken Sie, wie er das anstellen wird? Kommt er
etwa ins Rathaus, vielleicht noch angemeldet?“ – „Die Frage
nach dem „Wie“ kann ich Ihnen nicht beantworten, aber ich
weiß, dass er Sie bekommt.“ – „Na gut und was dann, was wird
er mit mir machen?“ Sabatini setzte das Glas an und beobachtete
Giuseppe über den Rand. Giuseppe blieb gelassen und erwiderte
den Blick des Bürgermeisters. Nach einer kurzen Pause
antwortete er trocken mit einer merkwürdigen Kälte: „Er wird
Sie töten.“ Die unerwartete Antwort und die eigenartige Kälte
in der Stimme ließen Sabatini erzittern. Seine Augen fl ackerten
und er nahm noch einen Schluck Whiskey. „Was reden Sie denn
da?“, erwiderte Sabatini hastig und schluckte. „Denken Sie
wirklich, dass das seine Absicht ist?“ – „Was denken Sie denn,
was er vorhat, Bürgermeister?“ – „Keine Ahnung, aber er will
doch bestimmt nicht meinen Tod.“ – „Haben Sie denn vergessen,
was Sie vor acht Jahren getan haben?“, fragte Giuseppe entsetzt.
„Menschen sind gestorben, unschuldige Menschen. Und nur
wegen Geld.“ – „Sie hängen da genauso drin“, stieß Sabatini
erregt aus. „Ich war es nicht alleine. Und wenn Sie Recht
haben, wird er auch Sie töten.“

Zusätzliche Information

Autor

Auflage

1.

Erschienen

September 2010

Seiten

396

Einbandart

Softcover

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